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Pressemitteilungen

Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbands mit Inbetriebnahme des neuen Notfalllagers als Teil des Katastrophenschutzzentrums des Landkreises;

05.02.2026
Personen stehen im Halbkreis und tauschen sich aus.

Der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann (2.v.l.), kam zum Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbands mit Inbetriebnahme des neuen Notfalllagers.

Gemeinsame Presseinformation des Landratsamtes Fürstenfeldbruck, des Kreisfeuerwehrbands und der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck

Es ist ein starkes Signal für die Sicherheit im Landkreis Fürstenfeldbruck: Beim Neujahrsempfang des Kreisfeuerwehrverbandes Fürstenfeldbruck haben der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration Joachim Herrmann, Landrat Thomas Karmasin und Kreisbrandrat Christoph Gasteiger zusammen mit zahlreichen Gästen die Hallen des zukünftigen Katastrophenschutzzentrums feierlich ihrer Bestimmung als Notfalllager übergeben. 

Dem Landkreis ist damit die Verwirklichung eines lang gehegten Wunsches gelungen. Aus den Erfahrungen im Pfingsthochwasser 1999 entstand die Idee eines zentralen Notfalllagers – ausgestattet mit allem, was im Ernstfall gebraucht wird: von Notunterkünften bis hin zu Spezialgerät für Sturm- oder Bauunfälle.

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann hob in seiner Rede die Bedeutung des neuen Notfalllager und Katastrophenschutzzentrums für die Sicherheit und den Schutz der Bevölkerung im Landkreis Fürstenfeldbruck hervor: 

„Eine der Grundbedingungen für unsere freiheitliche Demokratie und für die Stabilität unseres Gemeinwesens ist die Gewährleistung von Schutz und Sicherheit für die Bevölkerung. Dies hat für mich oberste Priorität. Um bei drohenden Katastrophen oder größeren Schadenslagen bestmöglich gerüstet und vorbereitet zu sein, braucht es örtliche Vorhaltungen von Ausrüstungsgegenständen, Einsatzmitteln und Spezialressourcen. Es freut mich sehr, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck Ende 2024 dieses ehemalige Betriebsgelände erworben und im vergangenen Jahr die Hallen nutzbar gemacht hat. Mit dem neuen Katastrophenschutzzentrum hat der Landkreis nicht nur einen zentralen Ort für sein „Notfalllager“. Auch die Kreiseinsatzzentrale des Landkreises und die Kreisbrandinspektion werden nun im Verwaltungsbau unter einem Dach zusammengeführt.“

Landrat Thomas Karmasin ist froh, dass in Mammendorf nun ein Standort gefunden wurde, der die Voraussetzungen für einen reibungslosen Ablauf im Krisenfall optimal erfüllt:

„Ich bin froh und erleichtert: Wir haben in Mammendorf die Chance bekommen und genutzt, nicht nur das dringend benötigte Notfalllager, sondern auch die Kreiseinsatzzentrale mit Atemschutzübungsstrecke und Zentraler Atemschutzwerkstatt an einem Ort zu vereinen. Um einen Einsatz gut bewältigen zu können, braucht es gute Leute, eine gute Vorbereitung und eine gute Ausstattung. Ich danke der Feuerwehr für die „guten Leut“ und dem Kreistag, dass wir mit dem Katastrophenschutzzentrum unseren Beitrag zu einer guten Vorbereitung und Ausstattung werden leisten können. Der Anfang ist mit der Nutzung der Hallen gemacht, nun werden die weiteren Arbeiten in Angriff genommen.“ 

Kreisbrandrat Christoph Gasteiger ergänzte:

„Ein neues, vor allem: zentrales Notfalllager war dringend zu finden, aber auch für die Kreiseinsatzzentrale war im Feuerwehrhaus Fürstenfeldbruck die Zukunft ungewiss. Ich bin dankbar, dass der Landkreis Fürstenfeldbruck mit der Schaffung des neuen Katastrophenschutzzentrums in Mammendorf einen Meilenstein für den Schutz der Bevölkerung im Landkreis geschaffen hat. Für die ehrenamtlichen Feuerwehrleute entstehen optimale und den Anforderungen der Zeit angemessene Bedingungen zur Ausbildung und für den Einsatz. Das ist uns wichtiger als jeder Orden: gute Arbeitsbedingungen, die Bestleistungen im Einsatz ermöglichen. Darum geht es schließlich: schnell und gut koordiniert Menschenleben und Güter zu retten.“   

 

Historie, technische Daten und Hintergrund für das gerade entstehende Katastrophenschutzzentrum:
 

Als eine Erkenntnis aus dem Pfingsthochwasser 1999 wurde Anfang der 2000er-Jahre im Landkreis Fürstenfeldbruck das sogenannte Notfalllager eingerichtet, in dem Geräte, Materialien und Fahrzeuge für Großschadenslagen und Katastrophen vorgehalten werden. Im Laufe der Jahre wurde die vorgehaltene Ausrüstung bedarfs-entsprechend immer weiter ergänzt, zum Beispiel um Materialien für die Einrichtung von Notunterkünften, Bewältigung von Bauunfällen und Sturmschäden.

Da der Standort in einer Halle im Wertstoffhof Eichenau hierfür allein nicht mehr ausreichend war, wurden im Laufe der 2010er-Jahre zusätzlich zwei Hallen im Fliegerhorst Fürstenfeldbruck angemietet.

Da die Unterbringung an verschiedenen Standorten im Einsatzfall eine zeitaufwendige Logistik erforderlich machte, begann bereits Mitte der 2010er die Suche nach einem geeigneten Objekt für die zentrale Unterbringung des gesamten Notfalllagers oder nach einem Grundstück für einen Neubau durch den Landkreis. Ende 2024 ergab sich für den Landkreis kurzfristig die Möglichkeit des Erwerbs einer Bestandsimmobilie, die in ihrer Größe, Lage und Ausstattung für die Unterbringung des Notfalllagers geeignet war.

Das erworbene Betriebsgelände besteht im Wesentlichen aus zwei großen Hallen mit angrenzendem Bürogebäude, einigen Nebenhallen sowie einer größeren Freifläche.

Damit bietet es nicht nur Platz für das Notfalllager selbst, sondern es soll als Katastrophenschutzzentrum des Landkreises genutzt werden. Im Jahr 2025 lag der Fokus auf der Nutzbarmachung der Hallen, damit die auf mehrere Objekte im Landkreis verteilte Katastrophenschutzausstattung baldmöglichst zusammengeführt und witterungsgeschützt untergebracht werden kann.

Es waren und sind vielfältige Anpassungsarbeiten zu erledigen:

Die Hallen wurden hinsichtlich der Oberlichter, Struktur und Funktion weiter an die Anforderungen der Feuerwehr angepasst. Alte Tore wurden nach 25 Jahren Betrieb ersetzt und zwei Zufahrten mit optimaler Traglast für Einsatzfahrzeuge geschaffen; ebenso ein Anschluss an die Notstromversorgung und eine Absauganlage für die monatlichen Tests der Stromaggregate integriert. 

 

Im Bürogebäude soll neben der Kreiseinsatzzentrale künftig auch die Zentrale Atemschutzwerkstatt des Landkreises untergebracht werden, sowie Räumlichkeiten für Ausbildungsveranstaltungen und Kommandantendienstversammlungen. Die entsprechenden Umbauten im Bürogebäude sind für 2026/2027 geplant, zusammen mit dem Einbau einer Atemschutzbelastungsanlage in der südlichen Halle.

 

Jahresrückblick des Kreisfeuerwehrbands 2026

Für die Feuerwehren im Landkreis war das Jahr 2025 ein rückblickend etwas ruhigeres Jahr als die vorangegangenen Jahre. Folgende Zahlen/Daten und Fakten möchten wir Ihnen für die Berichterstattung auf den Weg geben.


                                                                                                2024                                       2025

Einsatzkräfte bei den Feuerwehren gesamt         2.524                                      2.521

davon Frauen                                                              267                                         273

davon Jugendliche                                                       428                                         468 

 

Feuerwehreinsätze im Landkreis                          5.132                                      3.273

davon Brände                                                               941                                         914

davon techn. Hilfeleistung                                         3.359                                      1.893

davon Fehlalarme                                                         222                                         231

davon First Responder                                                 267                                         393

davon Sicherheitswachen                                            265                                         277

davon UG-ÖEL (extra dargestellt ab 2024)                   78                                           15

 

Teilnehmer gesamt: Leistungsprüfungen                    618                                         670

(Wasser und THL)

 

Als besondere Ereignisse sind 2025 unter anderem die Explosion in einem Recyclingbetrieb in der Hasenheide im Januar, sowie die Havarie zweier Züge auf der Bahnstrecke München-Augsburg im Mai aufgrund eines umgerissenen Oberleitungsmastens zu nennen. Anders als in den Vorjahren blieb der Landkreis von größeren Unwetterereignissen in 2025 verschont, weshalb sich die Einsatzzahlen wieder auf durchschnittlichem Niveau eingependelt haben.

Der Kreisfeuerwehrverband konnte im vergangenen Jahr 2025 143 Ausbildungsveranstaltungen verteilt auf 40 unterschiedliche Lehrgänge anbieten. Dabei wurden 1.770 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in verschiedenen Formaten geschult. Die Lehrgänge werden von 190 ehrenamtlichen Ausbilderinnen und Ausbildern durchgeführt, 22 Ortsfeuerwehren stellen sich als Lehrgangsstandorte zur Verfügung.

Bei der Jugendarbeit ist die stetig steigende Zahl an Feuerwehranwärterinnen und -anwärtern erfreulich. Mit 468 Mitgliedern in 37 Jugendgruppen wurde zum wiederholten Male ein neuer Rekordwert an Mitgliedern erreicht. Positiv entwickelt hat sich auch der Anteil der Mädchen in den einzelnen Gruppen. 

Besonders hervorzuheben sind die Entwicklungen bei den Kinderfeuerwehren. Neben der bereits bestehenden Kinderfeuerwehr in Mammendorf kamen zwei Neugründungen in Gernlinden und Rottbach hinzu. Insgesamt sind aktuell 66 Kinder in den drei Kinderfeuerwehren engagiert.

Mit der heutigen offiziellen Eröffnung gehen zentrale Teile des neuen Katastrophenschutzzentrums des Landkreises Fürstenfeldbruck in Betrieb. Der Landkreis dankt allen Beteiligten, die den Erwerb, Ausbau und die fortlaufende Realisierung dieses Projekts mit großem Einsatz und Engagement unterstützt haben. Das neue Zentrum stärkt nachhaltig die Einsatzbereitschaft und Leistungsfähigkeit des Katastrophen- und Bevölkerungsschutzes im gesamten Landkreis Fürstenfeldbruck.

 

Neuer WhatsApp-Info- & Warnkanal des Landkreises Fürstenfeldbruck: Verlässliche Informationen direkt aufs Handy

Der Landkreis Fürstenfeldbruck hat zum 4. Februar 2026 einen offiziellen Info- & Warnkanal für den Katastrophenschutz gestartet. Ziel ist es, die Bevölkerung im Landkreis im Ereignisfall einfach, schnell und zuverlässig zu erreichen – dort, wo Informationen heute ankommen: direkt auf dem Smartphone.

Ob Blaulicht vor der Haustüre, Schulausfälle im Landkreis, Unwetter in der Region oder Hochwasser im Keller – in solchen Situationen sind Menschen neugierig, haben Fragen, tauschen sich aus und benötigen vor allem eines: verlässliche Informationen und konkrete Hilfestellungen. Genau hier setzt der neue Kanal an.

Der Info- & Warnkanal wird vom Landratsamt Fürstenfeldbruck in enger Zusammenarbeit mit der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck betrieben. Veröffentlicht werden ausschließlich geprüfte und offizielle Inhalte: aktuelle Informationen zu Schadens- und Einsatzlagen, Warnungen, Verhaltensempfehlungen, Entwarnungen sowie Hinweise zu Hilfsangeboten, Anlaufstellen oder eingerichteten Bürgertelefonen. Auch präventive Hinweise bei erwarteten Gefahrenlagen gehören zum Angebot.

Der Kanal ist bewusst als reiner Einwegkommunikations-Kanal konzipiert. Es gibt keine kleinteiligen Details zu Einsätzen, keine Chatfunktion und keine Notrufannahme. In akuten Notfällen sind weiterhin die Notrufnummern 112 oder 110 zu wählen.

Als Verbreitungsweg wurde WhatsApp gewählt – der meistgenutzte Messenger in Deutschland mit sehr hoher Bekanntheit und Akzeptanz in allen Altersgruppen. Auch im Landkreis Fürstenfeldbruck bietet WhatsApp eine große Reichweite, ist einfach zugänglich und stellt eine schnelle, verlässliche und hilfreiche Ergänzung zu bestehenden Warn- und Informationssystemen dar.

Mit dem neuen Kanal verfolgt der Landkreis Fürstenfeldbruck ein klares Ziel: Informationen, Warnungen und verlässliche Inhalte aus erster Hand – rund um die Uhr und direkt auf das Handy der Bürgerinnen und Bürger.

Landrat Thomas Karmasin ruft dazu auf, den Kanal zu abonnieren und den Link aktiv weiterzugeben, etwa innerhalb der Familie, im Freundeskreis, in der Nachbarschaft, in Vereinen oder Gemeinden. Je mehr Menschen erreicht werden, desto besser.

Amelie Schwietring von der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck betont die Bedeutung des neuen Angebots für die Krisenkommunikation: „Aus meiner Erfahrung bei unterschiedlichen Einsätzen – von Bränden, Unfällen, aber auch Amoklagen, der Pandemie bis hin zur Ahrtalflut – weiß ich, wie entscheidend klare, schnelle und verlässliche Informationen für die Bevölkerung sind. Moderne Katastrophenkommunikation muss dort stattfinden, wo Menschen sich ohnehin informieren. Mit dem neuen Info- & Warnkanal schaffen wir genau das: geprüfte Informationen aus erster Hand, verständlich aufbereitet und direkt erreichbar."

Kreisbrandrat Christoph Gasteiger betont: „Mein besonderer Dank gilt dem engagierten Team aus Landratsamt und Kreisbrandinspektion, das dieses Projekt mit großer Fachkompetenz und viel Einsatz erfolgreich umgesetzt hat.“
 

Der offizielle Info- & Warnkanal des Katastrophenschutzes im Landkreis Fürstenfeldbruck ist erreichbar unter:
https://whatsapp.com/channel/0029VbBsMoM0AgWBObi3mT2v

Weitere Informationen zum Landratsamt Fürstenfeldbruck sowie zur Kreisbrandinspektion finden sich unter www.lra-ffb.de und www.kfv-ffb.de.

 

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